Die Werbung verspricht die eigene Website in einer Stunde, und tatsächlich sind Homepage-Baukästen in den letzten Jahren erwachsen geworden. Gleichzeitig hören wir von Interessenten regelmäßig den Satz: Eine Agentur können wir uns doch gar nicht leisten. Zeit für eine ehrliche Sortierung, auch wenn wir als Agentur in dieser Frage naturgemäß Partei sind. Gerade deshalb beginnen wir mit dem Eingeständnis: Für manche Betriebe ist der Baukasten die richtige Wahl, und wir sagen das Interessenten auch ins Gesicht.
Was Baukästen gut können
Für den Start reicht ein Baukasten oft aus: Ein Verein, ein nebenberuflicher Dienstleister oder ein junger Betrieb, der erst einmal auffindbar sein will, bekommt für kleines Geld eine ordentliche Visitenkarte ins Netz. Die Systeme nehmen einem Hosting, Updates und Technik ab, die Vorlagen sehen auf den ersten Blick modern aus, und wer sorgfältig arbeitet, erreicht ein sauberes Ergebnis. Ehrlich gesagt: Eine gepflegte Baukasten-Seite schlägt jede veraltete Agentur-Website von 2012, die seit Jahren niemand angefasst hat.
Wo die Grenzen verlaufen
Die Probleme beginnen, sobald die Website arbeiten soll statt nur zu existieren. Drei Grenzen erleben wir immer wieder. Erstens die Zeit: Die beworbene eine Stunde wird real zu vielen Abenden, denn Texte, Bilder und Struktur macht der Baukasten nicht von allein, und genau daran scheitern die meisten Projekte, nicht an der Technik. Zweitens die Sichtbarkeit: Wer bei Google in einem umkämpften Umfeld gefunden werden will, braucht durchdachte Seitenstruktur, saubere Inhalte und regionale Optimierung. Das ist im Baukasten möglich, aber niemand nimmt es einem ab. Drittens die Austauschbarkeit: Vorlagen sehen gut aus, aber sie sehen überall gut aus. Ein Betrieb, der sich über Qualität und Vertrauen verkauft, wirkt in derselben Vorlage wie drei Wettbewerber schnell beliebig.
Die Kostenrechnung, vollständig gemacht
Der Abo-Preis von zehn bis dreißig Euro im Monat ist nur die halbe Wahrheit. Rechnen Sie Ihre eigenen Stunden dazu, mit einem ehrlichen Stundensatz, dazu gekaufte Bilder, eventuell einen Texter und die laufende Pflege. Viele Selbstbauprojekte kosten am Ende einen mittleren vierstelligen Betrag in Arbeitszeit, verteilt über Monate, mit ungewissem Ergebnis. Eine Agentur-Website kostet mehr Geld und deutlich weniger eigene Zeit, und sie sollte etwas mitbringen, das der Baukasten nicht liefert: Beratung, Struktur, Texte und ein Ergebnis, das auf Anfragen ausgelegt ist. Wenn eine Agentur das nicht bietet, ist sie ihr Geld übrigens auch nicht wert.
Eine einfache Entscheidungshilfe
- Website als reine Visitenkarte, kaum Wettbewerb, wenig Budget: Baukasten genügt fürs Erste
- Anfragen über Google sind geplant, der Wettbewerb ist sichtbar aktiv: professionelle Lösung prüfen
- Der Auftritt soll die Preisklasse des Betriebs widerspiegeln: individuelle Gestaltung zahlt sich aus
- Niemand im Haus hat dauerhaft Zeit für Pflege und Inhalte: Betreuung gleich mitdenken
Der Weg dazwischen
Es gibt übrigens einen dritten Weg, der selten beworben wird: klein und professionell starten. Eine kompakte, individuell gebaute Website mit wenigen, dafür durchdachten Seiten kostet weniger, als viele vermuten, und lässt sich später ausbauen. Für wachsende Betriebe aus Mechernich und Umgebung ist das oft der vernünftigste Einstieg: kein Mammutprojekt, aber ein Fundament, das trägt und bei Google von Anfang an sauber aufgestellt ist. Was so ein Einstieg umfasst, haben wir auf unserer Webdesign-Seite beschrieben.
Unser Fazit
Der Baukasten ist ein legitimes Werkzeug für den Anfang, die Agentur eine Investition, sobald die Website Ergebnisse liefern soll. Unseriös sind nur zwei Dinge: der Baukasten-Anbieter, der verspricht, dass eine Stunde reicht, und die Agentur, die jedem Betrieb pauschal das große Paket verkauft. Zwischen beidem liegt die ehrliche Beratung, und die beginnt mit Ihrer Ausgangslage, nicht mit unserem Angebot.